Litigation-PR als strategisches Instrument bei juristischen Auseinandersetzungen

Rechtsstreitigkeit, egal, ob im Strafverfahren, Wirtschaftsstreitigkeiten oder in Verwaltungssachen, haben heute mehr den je öffentlichen Charakter.

Rechtsstreitigkeiten werden heute kaum mehr diskret hinter verschlossenen Eichentüren, sondern immer häufiger im Gerichtssaal der öffentlichen Meinung ausgetragen. Gerade Staatsanwaltschaften sind bemüht, vor allem wenn es um sogenannte "Prominente" geht, neben der sachlichen Aufklärung im Verfahren, die Öffentlichkeit bereits vor der Urteilsfindung auf ihre Seite zu bringen um so die Dringlichkeit und das öffentliche Interesse einer Klageerhebung zu begründen.

Litigation-PR bei juristischen Auseinandersetzungen ist auch eine immer größer werdende Notwendigkeit für Unternehmen und deren Manager. Diese müssen bei zivil- oder strafrechtlichen Verfahren von medialem Interesse, sowohl vor Gericht als auch vor der öffentlichen Meinung, vor Aktionären, Kunden und Anlegern einen Sieg der Argumente erringen; die falsche Kommunikation kann zu Reputations- und Imageschäden führen, die den zugrunde liegenden Streitwert bei weitem übersteigen.

Zumeist findet lange vor den eigentlichen Entscheidungen im Gerichtssaal eine Meinungsbildung in der Öffentlichkeit, meist transportiert über die Medien, statt.

Gerichte, Staatsanwaltschaften und Zeugen bilden sich hierbei außerhalb des Verfahrens Meinungen, die letztendlich den Verfahrensverlauf massiv beeinflussen können und gleichermaßen auf Urteile und ihre öffentliche Interpretation Auswirkungen haben. Der Südwestdeutsche Pressedienst arbeitet seit vielen Jahren im Auftrag seiner Kunden auch im Bereich der Krisenkommunikation. Hieraus hat sich in Zusammenarbeit mit PR-Strategen der Agentur, Rechtsanwälten und Mediatoren die Business Unit "Litigations-PR entwickelt. Unter Litigation-PR versteht man die "Öffentlichkeitsarbeit im Rechtsstreit", auch strategische Rechtskommunikation oder prozessbegleitende Öffentlichkeitsarbeit genannt.

Das Ziel der Litigation-PR ist es, die juristische Strategie der beteiligten Anwälte zu unterstützen, das Ergebnis der juristischen Auseinandersetzung mit Hilfe der Öffentlichkeit zu beeinflussen und gleichzeitig Schäden an der Reputation des Mandanten zu vermeiden. Sie ist daher ein Bestandteil der Krisenkommunikation.

Litigation-PR hat ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten, wo sich in den 1980er Jahren die Erkenntnis durchsetzte, dass die herkömmlichen Mittel und Werkzeuge der Public Relations bei juristischen Auseinandersetzungen ihre Ziele verfehlen. Stattdessen wurde eine spezialisierte Form der Öffentlichkeitsarbeit entwickelt. Während Litigation-PR vor allem in angelsächsischen Ländern wie USA, Großbritannien und Australien bei juristischen Auseinandersetzungen regelmäßig zur Anwendung kommt, wurde sie in Kontinentaleuropa und vor allem im deutschsprachigen Raum erst 2001 eingeführt.

Gezielte PR-Maßnahmen mit denen die Sachverhalte des Verfahrens den begleitenden Medien und Journalisten näher gebracht werden können, können bei einer juristischen Auseinandersetzung die Reputation eines Mandanten in der Öffentlichkeit maßgeblich beeinflussen. Hier kann der Fokus der Berichterstattung auf relevante Sachverhalte gerichtet werden, die bei der öffentlichen Bewertung Berücksichtigung finden sollten.

Die Leistung des interdisziplinär zusammengestellten Teams der Business Unit Litigation-PR unterstützt Sie bei bereits im Vorfeld des Verfahrens und während des Verlaufs bei allen kommunikationsrelevanten Planungen.

Wir erstellen Krisenkommunikationskonzepte und setzen diese nach Abstimmung mit Ihnen und Ihren Rechtsanwälten um.

Wir schulen Sie im Umgang mit Medien, vermitteln Journalistenkontakte und betreuen Ihr Verfahren in allen medienrelevanten Formen. Diskretion und Fachkompetenz im Team sind dabei unser höchstes Gut.

Ihre Anfrage behandeln wir diskret und anonym.

Kontakt: ligitation-pr@suedwestdeutscherpressedienst.de